Vorschau Tour 2: Opfer und Täter

Opfer und Täter

Durch das Zentrum des Naziregimes: Rund um die Wilhelmstraße befanden sich die wichtigsten Ministerien und Ämter, die die Zwangsarbeit von über 20 Millionen Menschen im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten organisierten. Ehemalige Zwangsarbeiter berichten, wie sich diese Politik auf sie auswirkte.

 

Vom Brandenburger Tor (Mitte) zur Lindenstraße (Kreuzberg)

 

1: Pferdchen, tragt mich nach Hause!
2: Albert Speer: Herr der Zwangsarbeit
3: Der Hungerplan
4: Holocaust und Zwangsarbeit
5: Dass ich seinen Krieg gewann
6: Propaganda und Sondersteuern
7: KZ-Häftlinge für die Luftfahrt
8: Die Zentrale des Terrors
9: Europa arbeitet im Reich
10: Das Arbeitsamt
11: Späte Entschädigung

 

Fußtour, Start: Brandenburger Tor

1: Pferdchen, tragt mich nach Hause!

Die ehemalige Zwangsarbeiterin Alina Przybyła aus Polen, 2000

„Ich war 13, als ich in Berlin war, aber ich kann mich an alles erinnern“, schreibt die ehemalige polnische Zwangsarbeiterin Alina Przybyła in ihrem Erinnerungsbericht: „Doch wieder erkennen kann ich heute kaum etwas, so hat sich die Stadt geändert. Nur das Brandenburger Tor habe ich wieder erkannt, an dem ich damals gestanden und an eine Säule gekratzt hatte: ‚Pferdchen, bringt mich von hier weg, zurück zu meiner Mama!‘“

10: Das Arbeitsamt

Kazimiera Kosonowska berichtet über das Durchgangslager des Arbeitsamts

1940 wurde in der Friedrichstraße 34 ein Neubau für das Arbeitsamt errichtet. Im hinteren Bauteil an der Charlottenstraße war die Ausländerstelle des Arbeitsamts untergebracht.


Die Arbeitsämter waren die zentralen Behörden für den Ausländereinsatz. Das Berliner Arbeitsamt betrieb Durchgangslager in Wilhelmshagen und Rehbrücke, wies die Zwangsarbeiter den beantragenden Firmen zu, richtete ein Kranken- und Sterbelager in Blankenfelde ein und sorgte für die Beerdigung verstorbener Zwangsarbeiter.


Die Zeitzeugin Kazimiera Kosonowska berichtet, wie sie als polnische Zwangsarbeiterin das Durchgangslager des Arbeitsamtes in Berlin-Wilhelmshagen erlebte.

Vom Brandenburger Tor zur Lindenstraße

Rund um die Wilhelmstraße

 

Tour 2 der Zeitzeugen-App zur NS-Zwangsarbeit

Länge: 5,1 km, Dauer: ca. 2,5 Stunden, 11 Stationen mit Audios, Videos, Bildern und Dokumenten, Datengröße: ca. 81 MB

 

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