Berliner Zwangsarbeits-Firmen |
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Berliner Zwangsarbeits-Firmen 2000
Im Auftrag des American
Jewish Committee recherchierte die
Berliner Geschichtswerkstatt im Jahr 2000 nach Firmen, die im Zweiten Weltkrieg
ZwangsarbeiterInnen beschäftigt haben und seinerzeit für eine Entschädigung in
Frage kämen.
Berliner Zwangsarbeits-Firmen 1945
Darüber hinaus begann die Berliner Geschichtswerkstatt
mit dem Aufbau einer Datenbank aller Berliner Zwangsarbeits-Firmen
aus der Zeit von 1939 bis 1945 auf, unabhängig von ihrer
Nachkriegs-Entwicklung.
Die Basis für diese Recherche
war eine Firmenliste der Berliner Geschichtswerkstatt, die mit Hilfe von mündlichen und
schriftlichen Zeitzeugenberichten zusammengestellt worden war,
sowie die Dokumentation von Rainer Kubatzki: Standorte und Topographie der
Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeiterlager in Berlin und Umland 1939-45. In der
vorliegenden Datenbank kann nach Firmen, Adressen und nach Bezirken / Ortsteilen gesucht werden.
Auf dem Forschungsstand von 2001 sind 714 Firmen aufgelistet. Nach heutigen
Erkenntnissen ist nur ein Bruchteil der Arbeitsplätze der über 400000 Berliner
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erfasst.
Bei weiteren
Recherchen, auch im Zuge von Nachweissuchen für die
Zwangsarbeiter-Entschädigung, wurden Tausende weiterer Einsatzorte von
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in Berlin dokumentiert. Diese von der
Landeskoordinierungsstelle zur Nachweissuche für Zwangsarbeiter bei der
Berliner Entschädigungsbehörde gesammelten Daten sind vom Landesarchiv Berlin
übernommen worden, aber nicht für eine Internet-Präsentation
aufbereitet.
Ergebnis: Es gab kaum eine Berliner Firma, die keine Zwangsarbeiter beschäftigte. Für
weitere Recherchen sei daher auf die Branchen- und Adressbücher verwiesen, die
unter http://adressbuch.zlb.de/
online verfügbar sind.
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