Aktuell

Mo, 15.3., 19 Uhr: Werkstattgespräch "Erinnern an 1848"

mit Christoph Hamann und Volker Schröder zur Vorstellung des Buchs
"Demokratische Tradition und revolutionärer Geist. Erinnern an 1848 in Berlin"
am 15. März 2010 um 19.00 Uhr im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg, U-Bahnhof Eisenacher Straße

Der Preis von 18,48 Euro ist Programm. Berlin ist eine Stadt mit reichen demokratischen Traditionen, die - das wird oft vergessen - revolutionäre Wurzeln haben: Am 18. März 1848 kämpften in Berlin die Menschen auf den Barrikaden gegen die Adelsherrschaft, für soziale und politische Rechte und für ein einiges Deutschland.
Ein neues Buch schildert, in welcher Form an diesen Tag in Berlin erinnert wird. Es wird u.a. die Entwicklung der "Aktion 18. März" von einer eher belächelten Gruppe zu einer Bürgerinitiative mit parteiübergreifender und prominenter Unterstützung dargestellt. Der Platz vor dem Brandenburger Tor heißt seit 2001 "Platz des 18. März", an jedem 18. März wird in Berlin geflaggt. Gespräch mit den Herausgebern Volker Schröder und Christoph Hamann, "Aktion 18. März".

Christoph Hamann und Volker Schröder (Hrsg.), Demokratische Tradition und revolutionärer Geist - Die Erinnerung an 1848 in Berlin, 202 Seiten, 27 Abbildungen, Preis 18,48 Euro, Verlag: Centaurus, Freiburg 2010, Reihe Geschichtswissenschaft, zu beziehen über den Buchhandel

So, 10.1.: 14.30 Uhr: Gedenkplatte Rosa Luxemburg, 15 Uhr: Brückenumbenennung

Anlässlich der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 laden wir zu zwei Aktionen am Sonntag, den 10. Januar 2010 ein:

14.30 Uhr, Olof-Palme-Platz, Kurfürstenstraße/Ecke Budapester Straße: Vorstellung der Gedenkplatte für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Der Text der neuen Tafel, die auf Initiative von Frau Dr. Jaschke und der Gedenktafelkommission der Bezirksverordnetenversammlung Mitte zurück geht, lautet folgendermaßen: "Hier stand das Hotel Eden. Anfang 1919 war es Stabsquartier der konterrevolutionären Garde-Kavallerie-Schützen-Division. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden hier unmittelbar vor ihrer Ermordung am 15. Januar 1919 verhört und zusammengeschlagen." Die Bodenplatte wird dort verlegt, wo einmal das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Hotel gestanden hat. In den 1950er-Jahren wurde der Straßenverlauf der Budapester Straße verändert, sodass die Platte in den Boden des Platzes verlegt werden wird.

15.00 Uhr an der Rosa-Luxemburg-Brücke, Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal, zwischen Zoo und Tiergarten (Höhe Lichtensteinallee): Symbolische Brückenbenennung der "Rosa-Luxemburg-Brücke"

Am 21. Februar 2002 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Mitte, die Fußgängerbrücke "Rosa-Luxemburg-Brücke" zu nennen, da der leblose Körper der Politikerin an dieser Stelle in den Landwehrkanal geworfen worden war. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die für die Verwaltung der Brücke zuständig ist, ist dieser Aufforderung aber nicht gefolgt. Wir schreiten deshalb zur Tat und werden die Brücke erneut nach Rosa Luxemburg benennen. Weitere Informationen: Jürgen Karwelat, Telefon 215 44 50 oder 2006-4543

Mo, 30.11. 19.30 Uhr: Werkstattgespräch mit Christian Ernst über: Die Erinnerung an die "Weiße Rose" in DDR und BRD

Kontroversen zwischen Ost und West um das Vermächtnis des Widerstands. Werkstattgespräch mit Christian Ernst über die Erinnerung an die "Weiße Rose" in DDR und BRD

Die "Weiße Rose" mit Hans und Sophie Scholl ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus. Ost und West hatten sich die Erinnerung an die Wiederstandsgruppe jeweils zu ihren Zwecken zu Nutze gemacht. Übereinstimmungen und die Unterschiede in der Geschichtsvermittlung der DDR und der BRD sollen dargestellt werden.
Christian Ernst (geb. 1979) ist Literaturwissenschaftler und im Bereich der politisch-historischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Seit seiner Schulzeit beschäftigt er sich mit dem Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Seine Magisterarbeit hat er zur öffentlichen Erinnerung an die "Weiße Rose" im Ost-West-Vergleich geschrieben.

Montag, den 30. November 2009 um 19.30 Uhr
im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt
Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg
U-Bahnhof Eisenacher Straße, U 7

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