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Märzrevolution 1848 – Pressefreiheit in Preußen

20.März
19:00 20:30 Uhr

„Berlin, am ersten Mai. – Die Zeit ist umgefallen! Der Geist hat der Form ein Bein gestellt.“ (Kladderadatsch Nr. 1 vom 7. Mai 1848)


Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg

Vortrag von Rüdiger Hachtmann, Historiker, Berlin
Moderation: Jürgen Karwelat, Berliner Geschichtswerkstatt

Die Februar-Revolution in Frankreich hatte Auswirkungen auf ganz Europa. In den deutschen Ländern, in Italien und Ungarn forderten die Menschen freiheitliche Bürgerrechte ein. Am 24. Februar wurde in Frankreich die Pressezensur aufgehoben. Als liberaler Vorreiter führte das Großherzogtum Baden am 1. März 1848 die Pressefreiheit ein. Eine solche Forderung nach „unbedingter Pressfreiheit“ war auch Gegenstand der Berliner Versammlung in den Zelten am 7. März 1848.

Nachdem die Revolution in Berlin am 18. März 1848 gesiegt hatte, gab es eine regelrechte Explosion von Flugschriften und Zeitungen. Zwischen März 1848 und Ende 1849 entstanden in Berlin neben- und nacheinander etwa 135 Zeitungen und Zeitschriften, von denen circa 100 politischen Charakter hatten.

Die Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler einer freiheitlichen demokratischen Gesellschaft, die es zu verteidigen und zu entwickeln gilt. In vielen Staaten Europas und der Welt ist sie gefährdet oder sogar abgeschafft.

Der Blick zurück in die revolutionäre Vergangenheit des Jahres 1848 kann unseren Blick auf die heutigen Gefahren für die Pressefreiheit schärfen.