Am Mittwoch, den 11. Juli 2001, wurde auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Berlin-Schöneweide, Britzer Str. 1-3, eine Gedenktafel eingeweiht. Der Bezirk
Treptow-Köpenick informiert damit über den denkmalgeschützten Barackenkomplex und erinnert an die viel zu
lange vergessenen Opfer der NS-Zwangsarbeit.
Seit 1994 streiten der Bund der Antifaschisten Treptow, die Berliner Geschichtswerkstatt und andere Initiativen
für den Erhalt dieses letzten von einst über 1000 Berliner Zwangsarbeiterlagern.
Bereits im Januar diesen Jahres hatten wir in Absprache mit dem Bezirk eine provisorische Informationstafel
angebracht, die nun durch eine dauerhafte Gedenktafel ersetzt wird.
Die teilweise leerstehenden Baracken sollen zukünftig als Ausstellungsort und Dokumentationszentrum zur Geschichte der Zwangsarbeit
im Nationalsozialismus genutzt werden. Im Anschluß an die Einweihung
konstituierte sich ein Initiativkreis zur Förderung eines
Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.
Der Text der Gedenktafel lautet:
Von 1939 - 1945 errichtete das nationalsozialistische Regime in Berlin
über 1000 Zwangsarbeiterlager. Allein im Industriebezirk Treptow befanden
sich mehr als 100 dieser Lager, in denen Frauen und Männer unterschiedlicher
Nationalität interniert und zur Arbeit in der Kriegswirtschaft gezwungen
wurden. Diese Baracken sind als einziges bauliches Zeugnis jener Zeit erhalten
und sollen an die Menschen erinnern, die hierher und anderen Orts verschleppt
wurden. Ausbeutung und Rassismus verletzten ihre Würde zutiefst.
Informationen zum Lager
Veranstaltung am 27. Januar 2001 / Provisorische
Gedenktafel
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