Home
Zwangsarbeit
Geschichte
Projektarbeit
Aktuelle Seite
Spezialarchiv
Literatur
Entschädigung
Firmen
Begegnung

Pressemeldungen zur Gedenkveranstaltung am 27.01.2001 in Niederschöneweide

Berliner Geschichtswerkstatt

Berliner Zeitung, 29.01.2001: Die Baracken stehen noch

Eine provisorische Gedenktafel zur Erinnerung an NS-Zwangsarbeiter ist am Sonnabend in der Britzer Straße in Köpenick auf Initiative der Grünen und der Berliner Geschichtswerkstatt eingeweiht worden. "Ausbeutung und Rassismus verletzten ihre Würde zutiefst", steht unter anderem auf der Tafel. Die Baracken auf dem Gelände sind nach Forschungen der Geschichtswerkstatt das einzige erhaltene Zeugnis von einst mehr als tausend Berliner Zwangsarbeiterlagern. Allein in Köpenick habe es 82 Lager "direkt vor den Haustüren der Berliner" gegeben. Die Zwangsarbeiter stammten vor allem aus der Ukraine, aus Italien, Frankreich und Belgien.

"Das vergessene Lager hat in der Topografie des Gedenkens noch keinen Platz gefunden", sagte Gisela Wenzel von der Geschichtswerkstatt. Nach Angaben der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Eva Mendl (PDS) soll aber noch in dieser Wahlperiode ein Dokumentationszentrum entstehen. Der Bezirk Köpenick/Treptow tue auch alles, einen Beschluss der alten Köpenicker Bezirksverordnetenversammlung vom Juli 2000 umzusetzen, um die provisorische Tafel durch eine dauerhafte zu ersetzen.

Neue Koordinierungsstelle

Das bei der Innenbehörde angesiedelte Entschädigungsamt soll sich künftig zentral um Nachfragen von Zwangsarbeitern kümmern. Das wurde am Wochenende am Rande einer Tagung der Geschichtswerkstatt bekannt. Ein Konzept dafür liegt aber bisher noch nicht vor. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern erhält Berlin die meisten schriftlichen Nachfragen von ehemaligen Zwangsarbeitern.

Weitere Presse-Resonanz

  • FAZ, 29.01.2001
  • heute, 27.01.2001
  • B1-Abendschau, 27.01.2001

 

[ Seitenanfang ]
© BGW 2000 - 2008. Webmaster: Cord Pagenstecher.