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Zwangsarbeit

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Formen der Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit in Deutschland

Der Versuch, sich einen Überblick über Erinnerungsorte an die NS-Zwangsarbeit, insbesondere hinsichtlich der "zivilen" Zwangsarbeit, in Deutschland zu verschaffen, fällt nicht leicht, denn in den letzten Jahren haben zahlreiche Gedenkstätten und Museen, Initiativen und Stadtarchive Ausstellungen zur NS-Zwangsarbeit gemacht oder ehemalige Lagerstandorte zu bewahren und in irgendeiner Form gestalten versucht. Wie weit ist es aber gelungen, diese Ausstellungen dauerhaft zugänglich zu machen? Sind etablierte öffentliche Erinnerungsorte entstanden? Hat das Thema einen festen Platz in stadtgeschichtlichen Museen erhalten? Und in welchem Kontext wird dabei über Zwangsarbeit, vor allem „zivile" ZwangsarbeiterInnen informiert?
Erwähnen muss ich, dass ich nur wenige der im Folgenden exemplarisch genannten Orte persönlich kenne, sondern mich im Wesentlichen auf Internet-Recherchen und Kontakte über die Mailingliste „NS-Zwangsarbeit" stütze. Für Ergänzungen bin ich selbstverständlich dankbar. Aus Platzgründen wird Manches vereinfachend, ja pauschalisierend umrissen und kategorisiert – dafür bitte ich um Verständnis.
Natürlich spielt die Zwangsarbeit in allen großen KZ-Gedenkstätten eine Rolle. Allerdings stehen dort optisch wie inhaltlich die Mordstätten und die Strafbunker, vielleicht noch die Unterkunftsbaracken im Zentrum der Wahrnehmung. Die Ausstellungen der Gedenkstätte Ravensbrück zum Beispiel (nur diese kenne ich genauer) zeigen primär die Zwangsarbeit für die SS im Stammlager, und damit vor allem der sinnlos-schikanierende bzw. auf Vernichtung durch Arbeit ausgelegte Aspekte der Zwangsarbeit. Da Außenlager bei Privatfirmen kaum behandelt werden, wird der auf Effektivität und Gewinnsteigerung für die profitierenden Unternehmen zielende Aspekt der Zwangsarbeit weniger deutlich. In den KZ-Gedenkstätten werden zudem logischerweise die "zivilen" und die kriegsgefangenen ZwangsarbeiterInnen neben dem schrecklichen Schicksal der KZ-Häftlinge kaum thematisiert.
Nun haben sich seit den 1980er Jahren zahlreiche Initiativen an Standorten ehemaliger Außenlager engagiert. Durch Raum- und Personalmangel können diese engagierten Geschichtswerkstätten und Vereine oft aber nur gelegentliche Führungen, Schülerprojekte oder Zeitzeugenbegegnungen veranstalten. Hier werden auch die "zivilen" und die kriegsgefangenen ZwangsarbeiterInnen immer wieder angesprochen. Selten geschieht dies jedoch so kontinuierlich wie in der Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode (Außenlager von Buchenwald), die seit 2002 eine Sonderausstellung zu Kriegsproduktion und Zwangsarbeit in Goslar zeigt, die der Verein Spurensuche Goslar erarbeitet hatte.
Dies ist auch eines der wenigen Beispiele, wo es gelungen scheint, an Standorten von KZ-Außenlagern öffentlich zugängliche, mit Ausstellungen sachkundig erklärte und dauerhafte Erinnerungsorte zu etablieren. Erreicht wurde dies auch für das Dokumentations- und Informationszentrum Stadtallendorf in Hessen, ehemals Verwaltungssitz der Dynamit-Nobel AG, und für die Gedenkstätte zur Zwangsarbeit in Leipzig auf dem ehemaligen Betriebsgelände der HASAG. Beide Orte konzentrieren sich nicht auf ein bestimmtes Lager, sondern auf die vielfältige Präsenz der Zwangsarbeit in der Stadtgeschichte.
Daneben gibt es inzwischen eine Reihe von etablierten Gedenkstätten an Standorten von Kriegsgefangenenlagern, die auch die Zwangsarbeit der Kriegsgefangenen ansprechen, etwa im hessischen Trutzhain oder im sächsischen Zeithain. In Sandbostel bei Bremen stößt der 1992 hier gegründete Verein - wie viele solcher Initiativen - auf erheblichen kommunalen Widerstand. Zwar konnte er 1994 eine Wanderausstellung und 1998 Dokumentationsräume in der Stadt Bremervörde eröffnen. Das eigentliche Lagergelände ist aber auch 2004 noch teils von Gewerbe genutzt, teils dem Verfall preisgegeben.
Zwei etablierte Gedenkstätten auf Firmengelände sind mir bekannt: In Salzgitter-Drütte, einem ehemaligen Außenlager von Neuengamme, hat der bereits 1983 gegründete Arbeitskreis Stadtgeschichte e.V. 1994 die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte eröffnet. Diese in einem arbeitenden Industriebetrieb auf Initiative des Betriebsrats eingerichtete Gedenkstätte kann nur nach Anmeldung und in Begleitung besucht werden.
In Wolfsburg eröffnete VW 1999 eine Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit im Volkswagenwerk. Sie befindet sich nicht in einer Produktionshalle, sondern in einem ehemaligen Luftschutzbunker. So sinnvoll die durch die Unterstützung des Betriebsrats und die Werkszugehörigkeit erleichterte pädagogische Einbindung von Lehrlingen, Gewerkschaften etc. ist, so versteckt ist auch dieser Gedenkort für Außenstehende: Ein Besuch ist nur nach telefonischer Anmeldung möglich; auf den umfangreichen Internetseiten von VW findet sich kein Hinweis. Das zum Bereich „Konzernkommunikation, Abteilung Historische Kommunikation" gehörende Firmenarchiv bereitet jedoch nach eigenen Angaben gegenwärtig, also 5 Jahre nach der Eröffnung, eine Internetpräsentation vor.
Schließlich gibt es einige etablierte Gedenkstätten in ehemaligen Haftstätten. Im ehemaligen Polizeigefängnis von Dortmund wird der Themenkomplex Zwangsarbeit häufig im Rahmen einer Ausstellung zu "Widerstand und Verfolgung" erwähnt. In vorbildlicher Weise behandelt das Dokumentationszentrum „Köln im Nationalsozialismus" im ehemaligen Kölner Gestapogefängnis die NS-Zwangsarbeit mit einer 2003 entstandenen Sonderausstellung, dem deutsch-niederländischen SchülerInnenprojekt „Zwangsweise kölsch - dwangarbeid in duitsland" und einer umfangreichen Webseite mit Lagerdatenbank.
Auch andernorts gibt es umfangreiche Webseiten mit solchen – oft durch anklickbare Karten visualisierten – Topographien der Zwangsarbeit in der Region. Sie reflektieren die Allgegenwart der vermutlich weit über 30000 Zwangsarbeiterlager in Deutschland und erlauben Besuchern, Schulklassen und Jugendprojekten aktive Spurensuchen direkt vor der eigenen Haustür.
Neben den bisher genannten ortsgebundenen Erinnerungsformen gab es in den letzten Jahren einige hervorragende Wanderausstellungen von Stadtarchiven oder Museen, die diese meist als regionale Kooperationsprojekte konzipierten. Eine solche Ausstellung hat etwa das – durch sein Internet-Portal zur NS-Zwangsarbeit bekannte – Historische Centrum Hagen im Jahr 2002 zusammen mit verschiedenen nordrhein-westfälischen Städten und Kreisen erarbeitet. Nach einem Dutzend Stationen in NRW ist sie inzwischen in Italien auf Tour. In Münster und in Sachsen gibt es derzeit ähnliche Projekte, die das Thema wohl besonders gut in ins regionale Geschichtsbewusstsein integrieren können.
In Berlin wurde eine 2001 konzipierte Wanderausstellung des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen in 10 Berliner Bezirken ergänzt durch lokale Beiträge. In Kreuzberg zum Beispiel wurden verkehrsschildähnliche Infotafeln an Lager- und Firmenstandorten im Stadtraum aufgestellt – eine sichtbare, aber vergängliche Erinnerungsform. Die Berliner Geschichtswerkstatt unterstützte dieses Projekt durch Überlassung von Fotos und Erinnerungsberichten und durch die Vermittlung von ZeitzeugInnen. Im Zusammenhang mit der Debatte um die Kunstausstellung des Flick-Erben zeigte der Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen  im Herbst 2004 eine erweiterte Version der Wanderausstellung mit einem Schwerpunkt auf der Zwangsarbeit bei Flick. Ansonsten – und das ist das Problem bei solchen Projekten – sind die Berliner Bezirksmuseen wie andernorts die Stadtarchive zu ihrer Alltagsarbeit zurückgekehrt und haben sich neue Ausstellungsthemen vorgenommen. Eine Version der Ausstellung ist derzeit im Evangelischen Waldkrankenhaus Berlin-Spandau, ehemals Lager für die bei Speers Neubauplänen für Berlin eingesetzten Zwangsarbeiter, zu sehen, eine andere wird hoffentlich in Zukunft im Dokumentationszentrum Schöneweide gezeigt werden können.

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Exemplarische Gedenkstätten und Ausstellungen zur NS-Zwangsarbeit

Kommentierte Auswahl von Cord Pagenstecher, Stand: 07.09.2004. Für nicht mehr funktionierende Links bitte ich um Entschuldigung - eine laufende Aktualisierung ist auf ehrenamtlicher Basis leider nicht möglich.

Für einen nahezu vollständigen Überblick verweise ich auf:
Bundeszentrale für politische Bildung, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Bd. I (Alte Bundesländer), Bd. II (Neue Bundesländer): Zwei gezippte PDF-Dateien (jeweils 24 MB!) zum Download
http://www.bpb.de/publikationen/WYR6TS,0,0,Einzelpublikationen.html

 

Etablierte KZ-Gedenkstätten

Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Flossenbürg, Neuengamme, Ravensbrück, Sachsenhausen, Auschwitz, Theresienstadt, Mauthausen etc.

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Andere Einrichtungen mit Dauerausstellung und regelmäßigen Öffnungszeiten

Leipzig / Sachsen

Gedenkstätte zur Erinnerung an die ehemaligen ZwangsarbeiterInnen in Leipzig, ehemaliges HASAG-Betriebsgelände. KZ-Außenlager und zivile Zwangsarbeiter
http://margarete-blank-gedenkstaette.de/perm/index_perm.htm
Artikel Junge Welt, 15.12.2001:
http://www.jungewelt.de/2001/12-15/016.php

 

Stadtallendorf / Hessen

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Stadtallendorf. Ehemals Verwaltungssitz der Dynamit-Nobel AG
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/gedenkstaetten/stadtallendorf.html

 

Trutzhain / Hessen

Gedenkstätte und Museum Trutzhain. Ehem. Kriegsgefangenen-Stammlager (Stalag) IX A Ziegenhain bei Schwalmstadt/Hessen
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/gedenkstaetten/trutzhain.html
http://www.gedenkstaette-trutzhain.de/

 

Zeithain / Sachsen

Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain. Kriegsgefangenen-Stammlager (Stalag) 304 (IV H) und Massengrab sowjetischer Kriegsgefangener bei Riesa/Sachsen
http://www.ehrenhain-zeithain.de

 

Wernigerode / Sachsen-Anhalt

Mahn- und Gedenkstätte Wernigerode. Außenlager von Buchenwald. Ausstellung des Vereins Spurensuche Goslar e.V. (2002)
http://www.spurensuche.homepage.t-online.de/
http://www.wernigerode.de/WRPortal/Landkreis/Kultur_und_Kunst/Mahn-+und+Gedenkst%C3%A4tte/

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Thematisierung in Gedenkstätten zu Haftorten

Köln /NRW

Gedenkstätte im ELDE-Haus (Gestapogefängnis) und Dokumentationszentrum „Köln im NS". Sonderausstellung "Bilder einer fremden Stadt. Zwangsarbeit in Köln 1939-1945" (2003)
http://www.museenkoeln.de/ns-dok/sonder/arc/index.html

Umfangreiche Webseite mit Lagerdatenbank
http://www.nsdok.de/ns-doku/t08/index_lager.html

Zwangsweise kölsch - dwangarbeid in duitsland. Ein deutsch-niederländisches SchülerInnenprojekt im Schuljahr 2002/03
http://www.nsdok.de/projekte/p02/index.htm

 

Breitenau-Guxhagen / Hessen

Frühes KZ, AEL in ehemaligem Kloster und Arbeitshaus. Gedenkstätte mit Archiv und Ausstellung der Universität Kassel - Mit Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Künstlerisch orientierte Ausstellung.
http://www.gedenkstaette-breitenau.de/

 

Dortmund / NRW

Mahn- und Gedenkstätte "Steinwache" (ehemaliges Polizeigefängnis). Ein Raum/Kapitel der Ausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 - 1945"
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/dortmund/index_2.php3

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Gedenktafeln und Denkmäler

Apolda / Thüringen

Gedenktafel am Haupteingang des Landratsamtes (seit ca. 2002)

 

Berlin

Sophie-Scholl-Schule, Pallasstraße, Berlin-Schöneberg
http://www.lernen-aus-der-geschichte.de/holocaust/g/project/C001/

vgl. Überblicks-Artikel in ABR-Band

 

Dortmund

Einige nationale Denkmäler (Sowjetunion, Polen, Jugoslawien) auf dem sogenannten "Ausländerfriedhof"
(Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter). 
Bittermark-Denkmal für die Opfer der Gestapo gegen Kriegsende, viele davon nicht identifizierte Ausländer. In der Krypta der Gedenkstätte ist ein unbekannter Franzose begraben.
An einer weiteren Mordstätte befindet sich ein Stein mit einer Gedenkplatte.
Das Marcel-Callo-Haus der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde ist nach einem französichen Zwangsarbeiter benannt.

 

Duderstadt

Ortsteil Hilkerode/Eichsfeld (seit 13.3.2005): Gedenkstein mit Texttafel zum Gedenken an ein Lager für auslaendische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und IMIs

 

Esslingen / Baden-Württemberg 

Gedenktafel an einem Gräberfeld (v.a. Gräber von "Russenkindern") auf dem Friedhof Sulzgries

 

Frankfurt am Main / Hessen

http://www.stadtgeschichte-ffm.de/service/gedenktafeln/uebersicht_tafeln.htm

 

Frankfurt an der Oder / Brandenburg

Ortsteil Güldendorf: Denkmal auf Friedhof (errichtet 1975, erneuert 1995)

 

Glöwen (Prignitz) / Brandenburg

Gedenkstein (seit 2004) und Informationstafel (seit 2005) am Ort des ehemaligen Außenlagers des KZ Sachsenhausen, errichtet auf Initative von SchülerInnen der Gesamtschule Bad Wilsnack 

 

Hamburg

In einer der letzten noch erhaltenen Zwangsarbeiterbaracken Hamburgs wurde von der Willi-Bredel-Gesellschaft, Geschichtswerkstatt e.V., eine Ausstellung eingerichtet, die an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet ist.
Ort: Informationszentrum über Zwangsarbeit in Hamburg, Wilhelm-Raabe-Weg 23

 

Hannover / Niedersachsen

Ortsteil Langenhagen: Mahmal zur Erinnerung an Zwangasarbeiterinnen vor dem Gelände einer Fabrik (ca. 2002)

 

Herdecke / NRW

Gedenkstein auf dem Friedhof an der Zeppelinstraße neben einem Gräberfeld russischer kriegsgefangener Zwangsarbeiter errichtet (seit 1. 9. 1989). Daneben seit den späten 40er Jahren ein russischer Gedenkstein

 

Kossa / Sachsen

Ostarbeiterlager bei der Deutschen Sprengchemie GmbH Moschwig ("Buche"), Gemeinde Authausen/Kossa. Grabkreuz auf Lagerfriedhof (2001), Gedenkstein und Tafel am Lagereingang (2003)

 

Oberndorf am Neckar / Baden-Württemberg

Gedenkstein im Garten eines privaten Grundstückes in der Sommerhalde 1 oder 3 in Alt-Oberndorf unweit des heute überbauten "Russenlagers" (seit Anfang der 80ger Jahre). Direkt am Neckartalradweg.

 

Potsdam / Brandenburg

Provisorische Gedenktafel für das Sachsenhausener Außenkommando Griebnitzsee vor der Universitätsbibliothek der Universität Potsdam in Babelsberg-Griebnitzsee (18.04.2005). Zwischen Juli 1944 und März 1945 mussten etwa 100 KZ-Häftlinge auf dem damaligen Areal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Tiefbaufirma „Polensky und Zöllner“ einen mehrstöckigen Luftschutzbunker bauen, den hauptsächlich DRK-Mitarbeiter und Anwohner nutzten.

 

Reutlingen / Baden-Württemberg

Gedenktafel am Ort eines damaligen Sammellagers (2001/2002).

 

Ulsnis an der Schlei / Schleswig-Holstein

Gedenktafel

 

Wattenbek, Kreis Rendsburg-Eckernförde / Schleswig-Holstein

Gedenkstein

 

Werl, östlich von Dortmund / Nordrhein-Westfalen

Mahnmal für die Zwangsarbeiter der Standard-Metallwerke auf dem Werler Friedhof
http://mitglied.lycos.de/sobens/1127890.htm


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Initiativen ohne etablierte Gedenkstätten

Bochum-Gerthe / Nordrhein-Westfalen

Denk-Mal AG des Wohnprojekts Gerthe (WPG eG), Gewerkenstr. 12, Bochum 
Fotos: http://fluxgarden.fl.funpic.de/Wpg04/page_01.htm

 

Kleinmachnow / Brandenburg

Mahntafel am Eingang der ehemaligen Fabrikanlage, Buch Angela Martin "Ich sah den Namen Bosch"

 

Eberswalde / Brandenburg

Zwei Baracken des Ravensbrück-Außenlagers. Zwei getrennte Initiativen:
Forschungs- und Gedenkstätte Eberswalde e.V./Geschichtswissenschaftliches Institut
http://www.gwi-eberswalde.de/
Jugend - und Kulturverein Exil e.V., Jugendclub und Nutzer der Baracken
http://www.exil-eberswalde.de/

 

Sandbostel / Bremen-Niedersachsen

Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V. Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager bei Bremen
http://www.dokumentationsstaette-sandbostel.de/index.htm

 

Hersbruck / Bayern

Außenlager von Flossenbürg mit Stollen, drittgrößtes KZ in Süddeutschland
Verein mit kleinem Büro, ausleihbare Wanderausstellung
http://www.kz-hersbruck-info.de

 

Kahla / Thüringen

Verein zur Aufarbeitung und Bewahrung der Geschichte des ehemaligen Flugzeugrüstungswerkes
http://www.reimahg.de/

 

Mörfelden-Walldorf / Hessen

Historischer Lehrpfad zum KZ-Außenlager Mörfelden-Walldorf
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/rundgaenge/moerfelden.html

 

Rodgau-Rollwald / Hessen

Förderverein für die historische Aufarbeitung der Geschichte des Lagers Rollwald e.V.
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/rundgaenge/dietzenbach.html

 

Wiesbaden / Hessen

Gedenkstätte "Unter den Eichen". Außenkommando des SS-Sonderlagers Hinzert
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/gedenkstaetten/wiesbaden.html

 

Frankfurt Adlerwerke / Hessen

Initiative Gedenk- und Informationsstätte KZ „Katzbach"/ Adlerwerke Frankfurt am Main. Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/gedenkstaetten/frankfurt.html

 

Freienseen / Hessen

Förderverein Gedenk- und Begegnungsstätte Baracke Freienseen e.V. Außenstelle des Arbeitserziehungslagers Frankfurt-Heddernheim
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/texte/gedenkstaetten/freienseen.html

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Erinnerungsorte auf Betriebsgelände

VW Wolfsburg / Niedersachsen

1999 eröffnete Gedenkstätte in einem ehemaligen Luftschutzbunker im Keller des VW-Werkes. Anmeldung unter 05361/925667 erforderlich
unter www.volkswagen.de nicht zu finden

 

Salzgitter-Drütte / Niedersachsen

KZ-Außenlager bei Salzgitterwerken, AEL (Lager 21) und Zivilarbeiterlager
Anmeldung erforderlich
http://www.gedenkstaette-salzgitter.de/

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Wanderausstellungen von Archiven und Museen

Berlin

Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen. 2001 bis 2003: Übergreifende Ausstellung, ergänzt durch regionale Beiträge der einzelnen Bezirksmuseen und eine Begleitpublikation. http://www.ausstellung-zwangsarbeit-berlin.de

 

Hagen / NRW

Zwangsarbeit in Rheinland und Westfalen, 1939 – 1945. Eine Ausstellung des Historischen Centrums Hagen in Kooperation mit den Städten Bergkamen, Borken, Duisburg, Ennepetal, Gladbeck, Hamm, Hilden, dem Kreis Coesfeld und dem Oberbergischen Kreis (2002)
http://www.nrw-zwangsarbeit.de/start.html
Webseite zu Zwangsarbeit in Hagen, mit vielen überregionalen Informationen
http://www.historisches-centrum.de/zwangsarbeit/

 

Münster / NRW

Ausführliche Webseite mit Lager-Datenbank. Wanderausstellung „Zwangsarbeit in Münster und Umgebung 1939-1945" mit Katalog (2004), die durch Rathäuser und Heimatmuseen der Region tourt – Ergänzungen am Ausstellungsort durch die Organisatoren, z. B. durch eine Projektgruppe des Gymnasium Augustinianum in Greven. Dazu Vorträge durch Stadtarchiv Greven.
http://www.muenster.de/stadt/zwangsarbeit/index1.html
http://www.greven.net/, Suche nach „Zwangsarbeit"

 

Sachsen

"Fremd- und Zwangsarbeit in Sachsen 1939 bis 1945". Eine Gemeinschaftsausstellung der sächsischen Staatsarchive (2004), wandert durch verschiedene sächsische Orte, eher in privaten Einrichtungen als in Rathäusern
http://www.sachsen.de/de/bf/verwaltung/archivverwaltung/aktuelles_ausstellungen.html

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Gute Web-Übersichten

Gedenkstätten-Übersicht des GedenkstättenForums der Stiftung Topographie des Terrors
http://212.68.78.12/gfue/de/index.html
Sehr unvollständig, in MV nur Wöbbelin. Thematische Unterteilung problematisch: Seelower Höhen und Obersalzberg unter „Schwerpunkt Jüdische Geschichte". Führt 41 KZ- und Außenlager-Gedenkstätten auf.

 

Arbeitskreis NS-Gedenkstätten NRW e. V.
1. NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren in Nordrhein-Westfalen
http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/index_startseite_de.html

2. Bundesweites Verzeichnis, nach Bundesländern, Orten oder Themengebieten sortierbar (Haftstätten, Jüdisches Leben, Konzentrationslager etc., kein Eintrag zu Zwangsarbeit)
http://www.ns-gedenkstaetten.de

 

Erinnern und Gedenken in Hessen. Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat III: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus
http://www.hlz.hessen.de/gedenkstaetten/frameset.html

 

Links zu Initiativen, Archiven und Veröffentlichungen des Historischen Centrums Hagen
http://www.historisches-centrum.de/zwangsarbeit/index1.html

 

Deutschland – Ein Denkmal. Lagerdatenbank des Karl-Ernst-Osthaus-Museums Hagen (keine Gedenkorte)
http://www.keom.de/denkmal/

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Weitere Web-Übersichten der Bundesländer

in der Regel vom jeweiligen Kulturministerium, der Landeszentrale oder der Gedenkstättenstiftung erstellt. Häufig wechselnde und sich überschneidende Kompetenzen, selten aktualisierte Webseiten unter kryptischen Adressen. Manchmal (z. B. Bayern) zentralistisch auf die großen Gedenkstätten beschränkt.

Baden-Württemberg
http://www.lpb.bwue.de/gedenk/gedenk1.htm

Brandenburg
http://zeus.fh-brandenburg.de/%7Elolas/prj/mwfk/html/gedenkst.htm

Rheinland-Pfalz
http://www.politische-bildung-rlp.de/schwerp/s_g_e_c.htm

Mecklenburg-Vorpommern
http://home.t-online.de/home/PolMem.MV/gedenkstaetten/index.html

Sachsen
http://www.stsg.de/main/stsg/ueberblick/karte/index.php

Bayern
http://www.km.bayern.de/blz/gedenkstaetten/

Gedenkstättenwegweiser 
Überblick für Hamburg als PDF-Dokument (5 MB!):

Oberösterreichische Gedenkstätten für KZ-Opfer (Oberösterreichische Landesarchiv)
http://www.ooe.gv.at/geschichte/kz_opfer/

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Gute lokale Webseiten

Braunschweig / Niedersachsen
Projekt "Vernetztes Gedächtnis". Topografie der nationalsozialistischen Herrschaft
http://www.braunschweig.de/kultur/museen/gedenkstaettenkonzept_vernetztes.html

 

Frankfurt / Hessen
Übersicht der Gedenkstätten und Gedenktafeln zu "Verfolgung und Widerstand" des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt/Main
http://www.stadtgeschichte-ffm.de/service/gedenktafeln/uebersicht_tafeln.htm

 

Goslar / Niedersachsen
Erinnerungsstätten an Unmenschlichkeiten des Nationalsozialismus im Landkreis Goslar
http://www.spurensuche.homepage.t-online.de/HomepageClassic01/janz.htm

 

Schwäbisch Hall / Baden-Württemberg
Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten, Museen und Archive im Landkreis Schwäbisch Hall
http://www.crailsheim.de/87.0.html

 

Köln / NRW
Umfangreiche Webseite mit Lagerdatenbank
http://www.nsdok.de/ns-doku/t08/index_lager.html

 

Hagen / NRW
http://www.historisches-centrum.de/zwangsarbeit/

 

Münster / NRW
http://www.muenster.de/stadt/zwangsarbeit/index1.html

 

Osnabrück, Arbeitserziehungslager Ohrbeck-Augustaschacht, Unterrichtsmaterialien
http://www.lvosl.de/unterrichtsmaterialien/zwangsarbeit

 

Forschungsgruppe "Zwangsarbeit in Schleswig-Holstein"
www.zwangsarbeiter-schleswig-holstein.de

 

Digitales Archiv Marburg. "Zwangsarbeit in Hessen". Dokumente des Staatsarchivs
http://www.digam.net/

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Überblicke als Broschüren und PDF-Dateien

Bundeszentrale für politische Bildung, Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus, Bd. I (Alte Bundesländer), Bd. II (Neue Bundesländer): Zwei gezippte PDF-Dateien (jeweils 24 MB!) zum Download
http://www.bpb.de/publikationen/WYR6TS,0,0,Einzelpublikationen.html

 

„Zwangsarbeit im Ruhrgebiet – Formen der Erinnerung und Aufarbeitung“. Kurzdarstellung einer Befragung der Stadtarchive im Ruhrgebiet im Mai 2003, durchgeführt vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.
http://www.geschichtskultur-ruhr.de/medien/library/Zwangsarbeit.pdf

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