Zeitzeuginnen aus Warschau

Ausschnitte aus Interviews mit Frauen, die während des Warschauer Aufstandes 1944 in das KZ-Außenlager Kleinmachnow verschleppt wurden:

Ich war dreizehn, als der Krieg ausbrach. 1944 ist unsere ganze fünfköpfige Familie verhaftet worden. Der Grund? Es hat genügt, Pole zu sein. 
(Maria Pawlicka, damals 18 Jahre alt)

Wir wussten nicht, wohin wir gebracht werden. Es war nichts zu sehen, denn es gab keine Fenster in den Waggons. Und drinnen war es unglaublich stickig und eng. (Regina Fijalkowska, damals 19 Jahre alt)

Ich bin damals 14 Jahre alt gewesen - das galt als erwachsen. Mit dem nächsten Transport sind wir nach Ravensbrück gefahren. Das Lager war von einem doppelten Stacheldrahtzaun umgeben. (Maria Cicha)

Mir war kalt, ich habe mich grauenhaft schlecht gefühlt, die Holzschuhe waren viel zu groß. Ich hatte nichts, absolut nichts, und ich war völlig allein. 
(Wanda Zatryb, damals 17 Jahre alt)

Täglich mussten wir morgens von fünf Uhr bis sieben oder acht Uhr Appell stehen. Wir hatten keine Strümpfe, keine Unterwäsche, nur diese dünnen Kleider. (Maria Cicha, damals 14 Jahre alt)

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Werksausweis einer polnischen Zwangsarbeiterin

Interview mit einer polnischen Überlebenden des KZ Kleinmachnow