Zeitzeugen-Interviews 2

Nach vier Wochen sind einige Herren in das Lager gekommen. Frauen aus mehreren Blocks wurden zusammengerufen, sie mussten sich auf dem Appellplatz nackt ausziehen und vor einem Tisch aufstellen, an dem diese Herren und ein Arzt gesessen haben. (Maria Cicha, damals 14 Jahre alt)

Sie haben dagesessen und Zigarren geraucht. Um unsere Hände und Zähne zu prüfen, mussten wir uns nackt ausziehen! (Julia Witallo, damals 18 Jahre alt)

Dann sind wir in einen Zug geladen und nach Kleinmachnow gebracht worden. Dort war alles vorbereitet: Zäune unter Strom, Aufseherinnen, Stuben im Keller unter der Fabrikhalle. (Maria Cicha, damals 14 Jahre alt)

Es war eine Fabrik für Flugzeugteile. Sie stand im Wald, hatte Wände aus braunen Ziegelsteinen und ein grünes Dach. Offenbar ist sie so gebaut worden, um sie zu verstecken und zu tarnen. Ich bin an eine Werkzeugmaschine gestellt worden und musste lernen, wie man Zahnräder herstellt. 
(Maria Zarebska, damals 22 Jahre alt)

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Ausschnitt aus Gedenktafel in Kleinmachnow

Interview mit einer polnischen Überlebenden des KZ Kleinmachnow