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Begegnung

Einladung zu Veranstaltungen am 60. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion, 22. Juni 2001

Berliner Geschichtswerkstatt


18.00 Uhr Ausstellungseröffnung: „Ostarbeiter" in Berlin - Zwangsarbeit für die Kirche

19.00 Uhr Podiumsdiskussion:

ZWANGSARBEIT – DIE LETZTE SCHULD BEGLICHEN ?

Einführung:
Dr. Lorenz Wilkens, Arbeitsgruppe Kirchenkampf / Zwangsarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg

Moderation:
Dr. Norbert Meisner, Vorsitzender von KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V.

mit Vladimir Litvinov, Vorsitzender der International Union of Former Juvenile Prisoners of Facism, Berater der Ukrainischen Nationalstiftung
Jupp Le Grand, IG Metall, Frankfurt a.M.
Dr. Michael Herms, Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft
Günter Saathoff, Bundesstiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, Generalbeauftragter für die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen
Gisela Wenzel, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.
Marina Schubarth, KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V.

Der Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung der Sowjetunion und der Holocaust sind gleichermaßen dem mörderischen Rassismus der Nazis geschuldet. Dem propagierten „Lebensraum im Osten" lag eine Siedlungspolitik und Bevölkerungsplanung zugrunde, die den Genozid „rassisch unerwünschter" Völker vorsah. Zwischen 20 und 30 Millionen Menschen wurden Opfer dieses im höchsten Maße völkerrechtswidrigen deutschen Angriffskrieges. Auf der Flucht hinterließ die Wehrmacht verbrannte Erde, ausgeplünderte, zerstörte Städte, die Asche von Dörfern und ihrer Bewohner. Von 1941 bis 1944 wurden mehr als 20 Millionen Sowjetbürger im eigenen Lande zwangsverpflichtet. Aus Weißrußland, aus der Ukraine und aus Rußland kamen über fünf Millionen Menschen zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Als sogenannte „Ostarbeiter" waren sie rechtlos der extremen Ausbeutung ihrer Arbeitskraft ausgeliefert.

Erst nach dem Ende des Kalten Krieges fanden die überlebenden NS-Opfer aus osteuropäischen Ländern im Westen Gehör. Zumindest den Zwangsarbeitern wird als „humanitäre Geste" eine Zuwendung ausgezahlt, nicht aber die Summe der vorenthaltenen Löhne. Wer keinen amtlichen Nachweis für geleistete Zwangsarbeit hat, geht leer aus. Sowjetische Kriegsgefangene, welche die Zwangsarbeit überlebten, erhalten nichts. Wer im eigenen Land von der deutschen Besatzungsmacht zwangsverpflichtet wurde und härteste Repressionen erlitt, wird nicht entschädigt.

Wird die Auszahlung von 10 Milliarden DM an ehemalige NS-Zwangsarbeiter ein Schlußstrich sein? Ist die Schuld beglichen oder tragen in Deutschland auch die folgenden Generationen die Verantwortung für eine Schuld, die nicht verjährt? Die Podiumsdiskussion wird sich kritisch mit dem Entschädigungsverfahren auseinandersetzen und die Zukunft unserer Beziehungen zu den NS-Opfern in den Mittelpunkt stellen.

Wir laden Sie und Ihre Freunde ein zur Diskussion und freuen uns auch auf Ihre Teilnahme an der Ausstellungseröffnung „OSTARBEITER" IN BERLIN – ZWANGSARBEIT FÜR DIE KIRCHE, die in Zusammenarbeit von KONTAKTE-KOHTAKTbI e. V. und der Arbeitsgruppe Kirchenkampf und Zwangsarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg entstand.

Eberhard Radczuweit

Veranstaltungsort: 
Haus der Kirche, 
Berlin-Charlottenburg,
Goethestr. 27-30
(U-Bahnhof Wilmersdorfer Str.)

Wir danken für die freundliche Unterstützung durch Klaus E. H. ZAPF-Transporte GmbH.

Informationen bei:

KONTAKTE-KOHTAKTbI e.V.
Verein für Kontakte zu Ländern
der ehemaligen Sowjetunion
kontakte@berlin.snafu.de

Feurigstraße 19
D-10827 Berlin
Tel. 030 / 78 70 52 88
Fax 030 /  78 70 52 89

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