Berliner Geschichtswerkstatt > Werkstattreihe 100 Jahre Groß-Berlin Termine

Termine

26.04.2021 (Montag)

Reformpädagogik in Groß-Berlin: Einbrüche in die preußische Lehr- und Zuchtanstalt?

19:00 - 21:00

Internetveranstaltung. Die Einwahladressen lauten:
https://meet.jit.si/berliner-geschichtswerkstatt (Beteiligung an Diskussion möglich)
video.rockradio.de (nur ansehen)

Die junge deutsche Republik erleichterte es, reformpädagogische Ideen zu verwirklichen. Neben dem humanistischen Gymnasium als traditioneller Eliteschule entstanden “Realgymnasien” mit einer modernen Sprachenfolge und höhere Schulen für Mädchen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und großen Firmen wurde angeregt und gefördert. Im Bezirk Schöneberg wurden die neuen Möglichkeiten gut genutzt.  Schon zur Kaiserzeit hatte sich hier das Pestalozzi-Fröbel-Haus mit seinem emanzipatorischen Ansatz besonders in der Frauenbildung hervorgetan. Im Lehrerzimmer des Werner von Siemens - Realgymnasiums wurde der ‚Bund entschiedener Schulreformer‘ gegründet. Soziales Engagement und demokratische Strukturen waren charakteristisch für diese Schule. Dies und die Tatsache, dass gut die Hälfte der Schülerschaft jüdischen Glaubens war, hatten zur Folge, dass die Schule bereits 1935 aufgelöst wurde. Auch in anderen Bezirken wurden Reformschulen gestärkt, so das eher konservative Grunewald-Gymnasium in Wilmersdorf mit seinem Konzept der "Bewegungsfreiheit in der Oberstufe" und anderen Reformansätzen. Angesichts der Krise, in der sich die Berliner Schule nach Meinung vieler befindet,  könnte  unser Blick in die Vergangenheit anregend und inspirierend sein.

Referentinnen und Referenten: Gertrud Fischer-Sabrow, N.N., N.N.

Moderation: Peter Lassau, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg, keine Anwesenheit möglich, Teilnahme über Internet

Der Veranstaltung wird durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gefördert.