Berliner Geschichtswerkstatt > Werkstattreihe 100 Jahre Groß-Berlin Termine

Termine

10.08.2020 (Montag)

Immer in Bewegung Der öffentliche Personenverkehr in Berlin und Ernst Reuter

19:00 - 21:00

Anderer Veranstaltungsort, jetzt: Aula der Sophie-Scholl-Schule, Elßholzstraße 34-37, Berlin-Schöneberg. Wir bitten um Anmeldung unter info@berliner-geschichtswerkstatt.de oder unter der Telefonnummer 2154450.

In der Großstadt gab es sehr bald die Forderung, die voneinander unabhängig arbeitenden Verkehrsunternehmen wie Straßenbahn, Bus und U-Bahn in einer einheitlichen Verkehrsgesellschaft zusammenzuschließen, um die Angebote aufeinander abzustimmen. Dazu kam es aber erst, als Ernst Reuter 1926 als Verkehrsstadtrat begann, die Aktienmehrheiten der privaten Gesellschaften aufzukaufen. 1929 wurde die Berliner Verkehrsaktiengesellschaft, die BVG, gegründet. Wir beleuchten den Berliner öffentlichen Nahverkehr einst und jetzt.

Gast: Michael Cramer, langjähriger verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Mitglied des Europäischen Parlaments von 2004 bis 2019

Moderation: Jürgen Karwelat, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg

14.09.2020 (Montag)

Werkstattgespräch 100 Jahre Groß-Berlin: Schönebergs Oberbürgermeister Dominicus und das Entstehen Groß-Berlins

19:00 - 21:00

Achtung: Wegen begrenzter Teilnehmerzahl bitte wir um Anmeldung unter info@berliner-geschichtswerkstatt.de oder unter der Telefonnummer 2154450.

Alexander Dominicus (1873-1945), Sozialreformer und Kommunalpolitiker aus Straßburg, wurde 1910 Oberbürgermeister der kreisfreien und wohlhabenden Stadt Schöneberg. Bald erkannte er die Unsinnigkeit der Konkurrenz unter den funktional stark verflochtenen Gemeinden im Umfeld von Berlin und befürwortete eine Vereinigung mit Berlin.

Im Jahr 1918 erarbeitete Dominicus, später Mitglied der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei, zusammen mit dem Schöneberger Stadtrat Dr. Lohmeyer die «Grundzüge zu einem Gesetz betreffend Bildung einer Gesamtgemeinde Gross-Berlin». Nach zähen parlamentarischen Auseinandersetzungen konnte Domenicus schließlich in einem Kompromiss seine Vorstellungen von kommunaler Selbstverwaltung im Wesentlichen durchsetzen.

 

Moderation: Dr. Andreas Bräutigam, Berliner Geschichtswerkstatt e. V.

Gast: Hauke Fehlberg, Projektleiter im schweizerischen Bundesamt für Straßen ASTRA

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg

26.10.2020 (Montag)

Jedem ein warmes Brausebad einmal die Woche Eine Reise durch die Entwicklung der Berliner Bade- und Schwimmkultur

19:00 - 21:00

Mit Gründung des Berliner Vereins für Volksbäder 1873 begann eine Entwicklung, deren Blütezeit Anfang des 20. Jahrhunderts begann. Unter dem Motto: „Jedem ein warmes Brausebad einmal die Woche“ entstanden Volksbrausebäder und der Wille, dass das Erlernen der Schwimmkunst für jeden und jede möglich gemacht werden sollte. Der  Erste Weltkrieg unterbrach diese Entwicklung. Anfang der 1920er Jahre blühte die Idee wieder auf. Es brauchte allerdings noch bis in die 1950er Jahre, bis es zu einer regelrechten Explosion von Bäderbauprogrammen kam.

Gast: Bianca Tchinda, Schwimmerin, Betreiberin des schwimm-blog-berlin und Vorstand des Verbandes der Berliner Bäderbesucher e.V.

Moderation: Dr. Andreas Bräutigam, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg

16.11.2020 (Montag)

Schnaps ist gut gegen Cholera Gutes Trinkwasser ist aber auf die Dauer besser

19:00 - 21:00

Früh schon wurde in Berlin die Abwasserbehandlung als lebensnotwendig erkannt. Nur so konnte die Versorgung mit sauberem Wasser gesichert werden, was für Hygiene und gesundheitliche Fürsorge wachsender Städte mindestens so wichtig war wie die Entsorgung festen Abfalls. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Stadt Berlin und dann später Groß-Berlin vor neue Herausforderungen auf diesem Gebiet gestellt, die nur durch die Installation einer Abwassersammlung und -reinigung zu lösen waren. Die Teilung Berlins nach dem 2. Weltkrieg hatte auch Auswirkungen auf die Abwasserbehandlung. Spannend zu erfahren, wie die Stadt diese Probleme meisterte bzw. wie sie bis auf den heutigen Tag damit umgeht.

Gast: Dr. Ludwig E. Gustafsson, Geologe

Moderation: Peter Lassau, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg

30.11.2020 (Montag)

Nicht nur die Stadt, auch der Müllberg wächst Die Entwicklung zur öffentlichen Straßenreinigung und Müllbeseitigung

19:00 - 21:00

Die erste urkundlich erwähnte Regelung für die Straßenreinigung in Berlin stammt aus dem Jahr 1587. Erst 290  Jahre später, 1875, wurde das Straßenreinigungswesen eigen- ständiger Zweig der kommunalen Selbstverwaltung. Die Müllentsorgung war nach wie vor in privater Verantwortung der Hausbesitzer. Aber wohin mit dem Müll? Neben der Verfüllung von Kiesgruben und Feuchtgebieten und der Aufschüttung von Bahndämmen und Halden wurden bereits recht modern anmutende Versuche der Müllverbrennung und Müllverwertung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts vollzogen. Sie erwiesen sich aus verschiedenen Gründen als unzureichend und für private Akteure nicht zu bewältigen. Bald nach der Bildung von Groß-Berlin sah sich die Stadt im öffentlichen Interesse gezwungen, ein einheitliches städtisches Straßenreinigungs- und Müllbeseitigungsunternehmen mit polizeilichem Benutzungszwang einzurichten.

Gast: Hans-Christoph Rieth, Vorsitzender des Vereins Saubere Zeiten e.V.

Moderation: Dr. Andreas Bräutigam, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg