Berliner Geschichtswerkstatt > Werkstattreihe Veranstaltungen

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04.05.2021 (Dienstag)

Wer sagt, das kann nicht sein - In Erinnerung an den Liedermacher Gerulf Pannach

18:00 - 20:00

Moderation: Jürgen Karwelat und Klaus Schnabel-Köplin

in Zusammenarbeit mit dem Internetsender rockradio.de
zu hören über www.rockradio.de, dort auf der Startseite rechts oben anklicken "jetzt hören..."

Am 3. Mai 1998 starb der aus Leipzig stammende Liedermacher Gerulf Pannach. Pannach war in den 1970er Jahren Mitglied der legendären "Renft-Combo" aus Leipzig und nach seiner Ausweisung aus der DDR ab 1977 Teil des Liedermacher-Duos "Pannach und Kunert" zusammen mit Christian Kunert, der ebenfalls Mitglied von "Renft" war. Pannach hat zahlreiche Lieder für Renft und auch Veronika Fischer komponiert. Ende 2020 veröffentlichte "Buschfunk" eine CD mit bisher unbekannten Live-Aufnahmen von Gerulf Pannach, die aus den Jahren 1969 bis 1975 stammen. Die Aufnahmen entstanden in u. a. Proberäumen, bei einem Konzert von Gerulf Pannach in Karl-Marx-Stadt und bei einem Renft-Konzert im Kulturhaus des RAW Delitsch im Februar 1975. Wir stellen die neue CD vor und spielen weitere Musik von Gerulf Pannach und Renft.

08.05.2021 (Samstag)

Schöneberg im Aufbruch - Wendejahre zwischen 1874 und 1919

13:00 - 15:30

Stadtteilführung der VHS Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Noch im Jahre 1867 behauptete ein Besucher Alt-Schönebergs, es sei unmöglich, auf den morastigen Wegen des Ortes zu Fuß fortzukommen, wolle man nicht Gefahr laufen, Schuhe oder Stiefel zu verlieren. Bei dieser Aussage möchte man meinen, das Dorf habe sich seit Gründung kaum verändert, was aber natürlich nicht der Fall ist. Immerhin erhielt Schöneberg 1853 als einziger Vorort Berlins Gasbeleuchtung. Auch profitierten insbesondere Gastwirte von der zum Teil schon 1791 befestigten Landstraße nach Potsdam. Als 1838 unmittelbar am Ortsrand die erste preußische Eisenbahnlinie fuhr, gab es darüber und über die umfangreichen Bebauungspläne Hobrechts noch jahrelange Streitigkeiten im Gesamtgemeinderat des 1874 eingeweihten Amtshauses. Zwar waren in der Ortsverwaltung nur zwei Bauern vertreten, die jedoch ein außerordentliches Mitspracherecht ausübten, wenn es um die städtebauliche Neuplanung Schönebergs ging. Da Sie im Besitz vieler Grundstücke waren, folgte man schließlich ihren Vorschlägen bezüglich einer Durchmischung von Mietskasernen, Hinterhofindustrie und herrschaftlichen Wohnungen für höhere Beamte, Fabrikanten, Kaufleute, Pensionäre, Witwen und höhere Militärs. Den Bau von großen Fabriken jedoch lehnte man ab. So musste die Firma Goerz 1887 nach Friedenau ausweichen und schrieb eine ungewöhnliche Firmengeschichte, welche in den Höfen und Gebäuden noch bis heute sichtbar ist. Es wird eine gültige BVG-Fahrkarte benötigt.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin

Führung: Marita Filipowsky, Berliner Geschichtswerkstatt

Kursnr.: TS101.011F

Anmeldung ausschließlich bei der VHS. Darüber hinaus können Präsenzveranstaltungen nur unter Einhaltung des pandemiebedingten VHS Hygienekonzepts erfolgen. Details ebenfalls zu finden auf der Internetseite der VHS Tempelhof-Schöneberg.

22.05.2021 (Samstag)

Die Millionenbauern von Schöneberg. Auf den Spuren einer Familiengeschichte

13:00 - 15:00

Stadtteilführung der VHS Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Lauscht man den heutigen Erzählungen der Schönebergerinnen und Schöneberger und fragt nach der historischen Entwicklung des Ortes, erfährt man sogleich die gesamte Geschichte von den einfachen Bauern, die in der Alt-Gemeinde durch Landverkäufe über Nacht zu Millionären wurden! Aber woher kamen sie und war dies der einzige Grund für den unermesslichen Reichtum? Folgt man den Aussagen der Geschichtsforschung, so muss es wohl eine Art Bodenreform zwischen den Jahren 1824 und 1841 gegeben haben. Dies zog einige besser gestellte Familien (aus heutiger Sicht würde man sie wohl Spekulanten nennen) in das noch ländliche Schöneberg. Kleine Spuren dieser Epoche findet man heute an vielen Orten, wie zum Beispiel im Rathaus Schöneberg oder auf dem Dorffriedhof und entlang der Hauptstraße. Im Jahre 1908 endete die Ära der Millionäre abrupt. Die Villa des wahrscheinlich reichsten der ''Millionenbauern'' wurde abgerissen und nur noch wenige Fotos aus dem privaten Besitz einer Nachfahrin lassen die einstige Größe eines Familienclans erahnen, dessen Aufstieg und Fall bis zum heutigen Tage Rätsel aufgibt. Die Führung nimmt Sie mit auf eine Spurensuche durch diese Familiengeschichte.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: am Eingangsportal des Rathauses Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz

Führung: Marita Filipowsky, Berliner Geschichtswerkstatt

Kursnr.: TS101.002F

Anmeldung ausschließlich bei der VHS. Darüber hinaus können Präsenzveranstaltungen nur unter Einhaltung des pandemiebedingten VHS Hygienekonzepts erfolgen. Details ebenfalls zu finden auf der Internetseite der VHS Tempelhof-Schöneberg