Am 23. Juni 2001 blickte die Berliner Geschichtswerkstatt mit
einem Kultur-Fest auf ihre mittlerweile 20-jährige Geschichte zurück.
Ende Mai 1981 fanden sich im Kreuzberger Mehringhof zwei Dutzend
Enthusiasten zur Gründung der Berliner Geschichtswerkstatt zusammen, um
gemeinsam eine neue Form der Geschichtsforschung und Geschichtsvermittlung zu
praktizieren.
Die Gründung des Vereins war Teil einer breiten sozialen und
politischen Bewegung, die ein neues Verständnis von politischer Kultur zum Ziel
hatte: Politik und Kultur nicht nur für die Betroffenen, sondern mit auch
ihnen. Vorbild war die internationale Bewegung "Grabe, wo du stehst".
"Geschichte von unten" sollte nun erforscht und dargestellt werden.
Der Verein hat mit circa 30 Ausstellungen, etwa 30 Buchprojekten
und zahllosen Veranstaltungen in den letzten 20 Jahren ihren Teil zu einem neuen
Geschichtsverständnis beigetragen, das inzwischen auch in die etablierten
Institutionen Eingang gefunden hat. Die Bandbreite reichte von Fotoausstellungen
zu "Russen in Berlin" über eine aufwändige Geschichts- und
Kunstausstellung zum Kriegsausbruch als "Augusterlebnis 1914" bis hin
zu „mobilen Ausstellungen" zum jüdischen Leben am Ku-damm und als
Begleitung zu Debatten über einzelne Straßennamen.
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