Berliner Geschichtswerkstatt > Termine der Berliner Geschichtswerkstatt

Termine

06.11.2019 (Mittwoch)

Alles war möglich – oder doch nicht? Die Ostberliner Kunstszene in der „Wende“-Zeit 1989/90 am Beispiel des ACUD.

19:00 - 21:00

Zu Gast: die Kunsthistorikerin Claudia Wasow-Kania, die Künstlerin Dinah Busse und Juppy von der ufaFabrik in Tempelhof

In der „Wende“-Zeit 1989 gründen in Ost-Berlin vier junge Leute außerhalb des offiziellen DDR-Kulturbetriebs eine Galerie mit dem Namen ACUD, unter Verwendung der Anfangsbuchstaben der vier Vornamen der GründerInnen. Claudia und Dinah geben das „C“ und das „D“. Sie ertrotzen sich von der KWV (Kommunalen Wohnraumverwaltung) Räume in der Rykestraße. Es war eine der ersten unabhängigen Galerien in Ost-Berlin. ACUD bis heute Stürme erlebt, hat überlebt und besteht als Kulturprojekt in der Veteranenstraße 21 in Berlin-Mitte weiter. Juppy, (Mit-)Begründer der ufaFabrik 1979 in Tempelhof blickte aus West-Berlin auf die unabhängige Kulturszene im Osten.

Jürgen Karwelat, Mitglied im Vorstand der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.,

befragt die drei Gäste, wie es dazu kam und ob die damalige „Wende“-Zeit tatsächlich so kreativ-chaotisch war, wie es manche Leute heute behaupten. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Bürgerkomitee „15. Januar“ e.V. durchgeführt.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg

10.11.2019 (Sonntag)

Deutschland – deine Mauern. Rockmusik aus Ost und West, Nord und Süd

Gäste sind herzlich eingeladen zur Radiosendung über das Internetradio Rockradio.de (www.rockradio.de)  mit Musik über Deutschland und Mauern von u.a. Hubert von Goisern, Heinz-Rudolf Kunze, Udo Lindenberg, Puhdys, Mia, Rio Reiser, Rammstein, Terrorgruppe, Reinhard May, Herbst in Peking, Veronika Fischer. Neben der Musik wird es auch Kleinigkeiten zum Essen und Trinken geben.

Am Mikrofon: Jürgen Karwelat, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.  

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg

26.11.2019 (Dienstag)

Siegbert Schefke liest aus seinem Buch: Als die Angst die Seite wechselte

19:00 - 21:00

Weltbekannt sind die Aufnahmen von der Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989. Es war einer der Wendepunkte in der Revolution 1989/90, wenn nicht sogar das wichtigste Ereignis im DDR-Herbst 1989. Zehntausende liefen über den Leipziger Innenstadtring. Die Staatsmacht kapitulierte vor diesen Massen. Die eindrücklichen Videoaufnahmen vom Dach der Leipziger Reformierten Kirche stammten von den beiden Berlinern Siegbert Schefke und Aram Radomski. Außer Landes geschmuggelt, wurden sie u. A. im westdeutschen Fernsehen als Aufnahmen eines italienischen Fernsehteams getarnt. Schon vor diesem Tag hatte sich der 1959 geborene Siegbert Schefke in der DDR-Opposition betätigt, so als Mitbegründer der Umweltbibliothek. Die Stasi sah in ihm einen der gefährlichsten Oppositionellen, da seine Fernsehbilder über den Westen auch die DDR-Bevölkerung erreichten.

Siegbert Schefke lebt nun genau 30 Jahre mit und ohne Mauer. An deren Einsturz hat er1989 mit seinen Filmaufnahmen aktiv mitgewirkt. Siegbert Schefke hat die bewegteste Zeit seines Lebens aufgeschrieben. Wir laden ein zu einer Lesung mit ihm. Der Eintritt ist, wie immer, frei.

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin (U 7 -Bahnhof Eisenacher Straße)

09.12.2019 (Montag)

Irene Moessinger liest aus Ihrem Buch: Berlin liegt am Meer

19:00 - 21:00

Vor über 30 Jahren stellte sie ein wildbuntes Zirkuszelt direkt an die Mauer, jetzt hat sie ihr außergewöhnliches Leben aufgeschrieben – die abenteuerliche Geschichte der Gründerin des legendären Berliner Tempodrom

In den 80er-Jahren hatte die junge Abenteurerin Irene Moessinger die geniale Idee, mit einem unverhofften Erbe ein altes Zirkuszelt zu kaufen, es in die Sandwüste des Potsdamer Platzes zu stellen und daraus die Traumfabrik Tempodrom zu machen. Junge Künstler wie Nina Hagen, Einstürzende Neubauten, Die Ärzte, Westbam, die 3 Tornados, Meret Becker probierten hier, oft zum ersten Mal, ihre Sachen aus und ließen nicht nur die Berliner durch ein schillernd-krachendes Universum fliegen. Ein einzigartiges Kunstlaboratorium hatte das Licht der Welt erblickt, in das Wim Wenders seinen Engel gewiss nicht ohne Grund hineinsegeln ließ.

In Berlin liegt am Meer erzählt Irene Moessinger nicht nur von diesem Lebensprojekt, sie nimmt ihre Leser mit auf einen Streifzug durch eine Biografie, die zeigt, dass gerade die unvorhersehbaren Wendungen oft den Zauber des Daseins ausmachen.

Die Autorin erzählt von ihrer Kindheit, in der es sie mit ihrer wagemutigen Mutter mitten in den 50ern an die Küste Andalusiens verschlug, in eine Welt mit Nonnen, Toreros und (Lebens)Künstlern. Sie erzählt von dem abrupten Ende dieser Kindheit im strengen Internat Salem. Und von ihrem späteren Ausbruch ins Westberlin der 70er-Jahre. Von ihrer Parallelexistenz als Krankenschwester auf der Intensivstation und als Hausbesetzerin im Rauch-Haus. Und natürlich, wie sie zu dem wildbunten Zirkuszelt kam, das zur Keimzelle der “Berliner Kultur” wurde, für Helmut Kohl allerdings viel zu nah am Kanzleramt stand. Und von der Tempodrom-Affäre, die Berlin erschütterte und sie zu neuen Ufern aufbrechen ließ.

Überraschend dabei ist die literarische Form, die die Autorin für ihre Geschichte gefunden hat: Spannend, poetisch und mit unvorhersehbaren Brechungen. Ganz wie ihr Leben.

12.01.2020 (Sonntag)

Gedenken an Rosa Luxemburg am Landwehrkanal

15:00 - 15:30

„Erinnerung an Rosa Luxemburg“

Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg

Ort: Rosa-Luxemburg-Steg, Landwehrkanal,  zwischen Zoo und Tiergarten (Höhe Lichtensteinallee) 

Im September 2012 hatten wir es geschafft. Nach über 26 Jahren Veranstaltungen, Flugblättern, Presseerklärungen, Radiosendungen, Musikstücken und symbolischen Brückenbenennungen erhielt ein Teil der Brücke über den Landwehrkanal den Namen “Rosa-Luxemburg-Steg”. Am 18. März 1986 hatte die Berliner Geschichtswerkstatt mit gleichlautenden Schreiben an die vier im Westberliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien die Benennung der damals neu zu errichtenden Fußgängerbrücke über den  Landwehrkanal als „Rosa-Luxemburg-Brücke“ gefordert.

Der Name von Rosa-Luxemburg findet sich jetzt an dieser Stelle auch auf dem Stadtplan. Mit einer Gedenkveranstaltung erinnern wir auch 2019 an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.
21.08.2020 (Freitag)

Schiffsfahrt zum Gedenken an Rio Reiser: Scherben bringen Glück

18:30 - 22:00

Mit dieser Fahrt erinnern wir an den Berliner Musiker Rio Reiser, der am 20. August 1996 starb. Es spielen unplugged Mitglieder seiner Rockband TON STEINE SCHERBEN und Gäste: Funky K. Götzner - Cachon / Gymmick - Gesang, Gitarre / Nikel Pallat - Gesang / Dietmar Roberg - Gesang / Kai Sichtermann - Bass / Jörg Schlotterer - Flöte. Dietmar Roberg liest Texte u.a. aus dem Buch „Keine Macht für Niemand“ und anderen Quellen.

zu bestellen über:
telefonisch: 030 / 215 44 50
in der Goltzstraße 49 in Schöneberg oder
direkt vor Abfahrt am Schiff "Spree-Comtess"
Abfahrtstelle: Hansabrücke vor dem Restaurantschiff Spree-Blick
 
22.08.2020 (Samstag)

Schiffsfahrt zum Gedenken an Rio Reiser: Scherben bringen Glück

18:30 - 22:00

Mit dieser Fahrt erinnern wir an den Berliner Musiker Rio Reiser, der am 20. August 1996 starb. Es spielen unplugged Mitglieder seiner Rockband TON STEINE SCHERBEN und Gäste: Funky K. Götzner - Cachon / Gymmick - Gesang, Gitarre / Nikel Pallat - Gesang / Dietmar Roberg - Gesang / Kai Sichtermann - Bass / Jörg Schlotterer - Flöte. Dietmar Roberg liest Texte u.a. aus dem Buch „Keine Macht für Niemand“ und anderen Quellen.

zu bestellen über:
telefonisch: 030 / 215 44 50
in der Goltzstraße 49 in Schöneberg oder
direkt vor Abfahrt am Schiff "Spree-Comtess"
Abfahrtstelle: Hansabrücke vor dem Restaurantschiff Spree-Blick
 

https://www.youtube.com/watch?v=W0TsGFqtBXY