Alle Termine der Berliner Geschichtswerkstatt auf einen Blick

22.05.2021 (Samstag)

Die Millionenbauern von Schöneberg. Auf den Spuren einer Familiengeschichte

13:00 - 15:00

Stadtteilführung der VHS Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Lauscht man den heutigen Erzählungen der Schönebergerinnen und Schöneberger und fragt nach der historischen Entwicklung des Ortes, erfährt man sogleich die gesamte Geschichte von den einfachen Bauern, die in der Alt-Gemeinde durch Landverkäufe über Nacht zu Millionären wurden! Aber woher kamen sie und war dies der einzige Grund für den unermesslichen Reichtum? Folgt man den Aussagen der Geschichtsforschung, so muss es wohl eine Art Bodenreform zwischen den Jahren 1824 und 1841 gegeben haben. Dies zog einige besser gestellte Familien (aus heutiger Sicht würde man sie wohl Spekulanten nennen) in das noch ländliche Schöneberg. Kleine Spuren dieser Epoche findet man heute an vielen Orten, wie zum Beispiel im Rathaus Schöneberg oder auf dem Dorffriedhof und entlang der Hauptstraße. Im Jahre 1908 endete die Ära der Millionäre abrupt. Die Villa des wahrscheinlich reichsten der ''Millionenbauern'' wurde abgerissen und nur noch wenige Fotos aus dem privaten Besitz einer Nachfahrin lassen die einstige Größe eines Familienclans erahnen, dessen Aufstieg und Fall bis zum heutigen Tage Rätsel aufgibt. Die Führung nimmt Sie mit auf eine Spurensuche durch diese Familiengeschichte.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: am Eingangsportal des Rathauses Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz

Führung: Marita Filipowsky, Berliner Geschichtswerkstatt

Kursnr.: TS101.002F

Anmeldung ausschließlich bei der VHS. Darüber hinaus können Präsenzveranstaltungen nur unter Einhaltung des pandemiebedingten VHS Hygienekonzepts erfolgen. Details ebenfalls zu finden auf der Internetseite der VHS Tempelhof-Schöneberg

30.05.2021 (Sonntag)

Die Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels

14:00 - 16:30

Stadtteilführung in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Das Areal zwischen den Gleisanlagen der Nord-Süd-Bahn S2 (die ehemalige Anhalter und Dresdner Bahn), der Wannseebahn S1 (die ehemalige Potsdamer Bahn) und der Ringbahn wird landläufig als ''Insel'' bzw. seiner historischen Eigenschaft eines proletarischen Wohnquartiers wegen als ''Rote Insel'' bezeichnet. Die Weltgeschichte von 100 Jahren ist hier wie in einem Brennspiegel verdichtet: Militär- und Eisenbahngeschichte, Industrieansiedlung und Massenwohnungsbau, die Politik der großen und kleinen Leute, Arbeiterbewegung, Faschismus und Widerstand haben Spuren in der Lokalgeschichte hinterlassen. Diese werden in einem ca. 2,5-stündigen Rundgang durch den Kiez wiedergefunden und erläutert.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: Kolonnenstr./Ecke Cheruskerstr. vor der ''Bio-Insel''

Führung: Andreas Bräutigam, Berliner Geschichtswerkstatt

Kursnr.: TS101.008F

Anmeldung ausschließlich bei der VHS. Darüber hinaus können Präsenzveranstaltungen nur unter Einhaltung des pandemiebedingten VHS Hygienekonzepts erfolgen. Details ebenfalls zu finden auf der Internetseite der VHS Tempelhof-Schöneberg.

01.06.2021 (Dienstag)

Der Swing und die Nazis - unerwünschte Musik in den 1930ern

18:00 - 20:00

Gast: „Swing-Experte“ Stephan Wuthe
Moderation: Jürgen Karwelat und Klaus Schnabel-Koeplin

in Zusammenarbeit mit dem Internetsender rockradio.de
zu hören über www.rockradio.de, dort auf der Startseite rechts oben anklicken "jetzt hören..."

Die Nationalsozialisten mochten diese aus den USA kommende auch bei den deutschen Jugendlichen beliebte Musik gar nicht. Dies galt erst recht nach dem Kriegseintritt der USA am 11. Dezember 1941. Trotzdem ist es zahlreichen deutschen und internationalen Musikgruppen gelungen, an der Zensur vorbei ihre Musik zu spielen. Häufig lag es daran, dass es gar nicht so einfach war, eine Aussage darüber zu treffen, was eigentlich "Swingmusik" ist. Darüber hinaus trugen die deutschen Texte für die internationalen Titel zur zusätzlichen Verwirrung der Zensurbehörden bei.

Wir machen mit unserem Gast, der eine große Sammlung von Schellackplatten aus der damaligen Zeit besitzt, einen musikalischen Ausflug in der 1930er und 1940er Jahre und bewegen uns zwischen Musik und Politik.