Fr., 22.1.2016: Webseite "z.B. Bosch: Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald"

21.01.2016 10:11

Screenshot von www.zwangsarbeit-bosch.de
Screenshot von www.zwangsarbeit-bosch.de

Mehr als 2.700 AusländerInnen waren während des Zweiten Weltkrieges zur Arbeit in einem Bosch-Werk in Hildesheim gezwungen. Über ihr Schicksal und die Geschichte des Bosch-Unternehmens ELFI GmbH / Trillke-Werke GmbH, eines der wichtigsten Rüstungsunternehmen des Dritten Reiches, informiert die neue Webseite www.zwangsarbeit-bosch.de, die von einer Projektgruppe der Berliner Geschichtswerkstatt erarbeitet worden ist.

 

AusländerInnen aus 21 Staaten arbeiteten während des Zweiten Weltkriegs im Hildesheimer Bosch-Werk. Zeitweilig machten sie fast 50 Prozent der Belegschaft aus. Nur wenige von ihnen waren freiwillig zur Arbeit nach Deutschland gekommen; spätestens ab 1942 wurden auch ihre Arbeitsverhältnisse zu Zwangsverhältnissen.

 

Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs errichtete der Bosch-Konzern im Hildesheimer Wald unter strengster Geheimhaltung eine hochmoderne Rüstungsfabrik. Die Gebäude werden noch heute von Bosch genutzt. Finanziert wurde die Tarnfabrik vom Oberkommando des Heeres.

 

Die ZwangsarbeiterInnen des Bosch-Werkes lebten abgeschieden von der Hildesheimer Bevölkerung in Lagern auf dem Werksgelände oder in der Nähe der Fabrik. Dennoch besuchten sie manchmal die Stadt.

 

Im Archiv der Robert Bosch GmbH findet man Angaben über die Zahl der ZwangsarbeiterInnen, die während des Zweiten Weltkrieges in der Fabrik im Hildesheimer Wald eingesetzt wurden. Doch nur durch die Berichte der ZeitzeugInnen wissen wir, was es für die damals überwiegend jungen Menschen bedeutete, aus ihren Familien gerissen und zur Arbeit bei ELFI/Trillke gezwungen zu werden.

 

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