Di., 18. Juni 2020 um 18 Uhr: Werkstattgespräch und Lesung "Verdammt und entrechtet - Das Leben der Lotte Strub-Rayß

19.05.2020 10:36

Lesung und Werkstattgespräch mit Konrad Rayß

Eine gemeinsame Veranstaltung der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. mit dem
Bürgerkomitee 15. Januar und dem Osteuropazentrum Berlin

Ort:Stasimuseum, Normannenstraße 20, Haus 1, 10365 Berlin

Sie war die Geliebte des Schriftstellers Friedrich Wolf - Lotte Strub-Rayß. Sie  hatte eine Tochter mit ihm und rettete unter Lebensgefahr seine Söhne Markus und Konrad sowie sein Archiv, folgte ihm ins Moskauer Exil und lebte dort zeitweise bei der Familie Wolf. Sie kümmerte sich um die Söhne und blieb auch nach der Trennung Friedrich Wolfs ‘Muse’. – Nach 16 Jahren Gulag und Verbannung kam sie 1954 zurück in die DDR. Wie viele andere wurde sie zum Schweigen über ihre Geschichte verdonnert, lebte in Angst vor KGB und Stasi und ihrem zu Macht gekommenen ehemaligen Zögling Markus.

Erst nach der friedlichen Revolution in der DDR und der deutschen Einheit konnte sie ihr Schweigen brechen und ihrem Sohn Konrad ihr bewegtes und bewegendes Leben diktieren. 2018 brachte der die Lebenserinnerungen seiner Mutter beim trafo-Literaturverlag heraus.

Wir freuen uns, Konrad Rayß, der 1946 im Arbeitslager Karaganda geboren wurde, zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Moderation:

Peter Lassau, Berliner Geschichtswerkstatt
Dr. Christian Booß, Bürgerkomitee 15. Januar
Detlef Stein, Osteuropazentrum Berlin

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