Veranstaltung "Kalter Krieg auf der Bühne" ist verlegt auf Mo., 4. April 2016

24.01.2016 16:14

 

Die wegen Krankheit der Referentin ausgefallene Veranstaltung am 15.02.2016 findet nun am Montag, den 4. April 2016 statt!



Kalter Krieg auf der Bühne - Wolfgang Harich als Theaterkritiker


1945 bot Berlin einen gespenstischen Anblick. Aus der ehemaligen Reichshauptstadt war eine Trümmermetropole geworden. Trotzdem wurde die Stadt bereits in den ersten Wochen nach Kriegsende von einer heute kaum vorstellbaren Theatereuphorie erfasst und in allen Sektoren Berlins förderten die Besatzungsmächte das Theater. Es war die Zeit, in der der junge Wolfgang Harich seine ersten Theaterkritiken schrieb.


Harich ist vor allem als marxistischer Philosoph und Dissident bekannt, gehörte in den ersten Nachkriegsjahren mit Friedrich Luft und Paul Rilla aber auch zu den wichtigsten Theaterkritikern Berlins.

Die Bedeutung, die das Theater damals als „moralische Anstalt“ für die demokratische Erziehung der Deutschen hatte, kann kaum überschätzt werden. Was allerdings unter Demokratie zu verstehen sei, darüber wurde heftig gestritten; der Systemkonflikt bestimmte zunehmend auch Spielpläne und Inszenierungen. Harichs Theaterkritiken vermitteln die Aufbruchsstimmung und die Kontroversen der ersten Nachkriegsjahre.


Mit einem Hörstück, Vortrag und Diskussion wird die Berliner Theaterlandschaft von 1945 bis 1948 beleuchtet. Gleichzeitig werfen wir einen Blick auf einige der Zeitungen, die damals gegründet wurden wie der amerikanisch lizensierte „Tagesspiegel”, die linksliberale französische Tageszeitung „Kurier“ und die „Tägliche Rundschau“, das Blatt der Sowjetischen Militäradministration.


Moderation: Jürgen Karwelat

Gast: Angela Martin, Historikerin und Publizistin

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg

U-Bahnhof Eisenacher Straße

 

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