Mo., 10. März um 19 Uhr: Zivilcourage – Erinnerungen an Maria Gräfin Maltzan

12.02.2014 21:03

Zivilcourage – Erinnerungen an Maria Gräfin Maltzan, eine ungewöhnliche Berliner Tierärztin

 

 

Maria Gräfin von Maltzan wurde 1909 als jüngstes von sieben Geschwistern in Militsch/Schlesien geboren. Nach Studium in München und Auslandsaufenthalten kam sie 1937 nach Berlin und arbeitet dort im Zweiten Weltkrieg als Tierärztin. Sie stand in Kontakt mit Widerstandskreisen in München und Berlin, u.a. mit der schwedischen Gemeinde in Berlin, die zahlreiche untergetauchte Juden außer Landes brachte. Ihren späteren Mann, Hans Hirschel, versteckte sie von 1942 bis Kriegsende in ihrer Wohnung Detmolder Straße 11, Berlin-Wilmersdorf. In der 1980er Jahren war sie Lieblingstierärztin der Kreuzberger Punks. Sie starb 1997. An ihrem Wilmersdorfer Wohnort erinnert eine Gedenktafel auf öffentlichem Straßenland.

 

Wir wollen den Lebensweg dieser ungewöhnlichen Frau nachzeichnen durch eine Lesung von Ausschnitten aus ihrer 1986 erschienener Biografie „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“. Es werden außerdem Ausschnitte von Fernsehinterviews mit ihr gezeigt und die kommunalpolitischen Auseinandersetzungen um die Errichtung der Gedenktafel dargestellt.

 

Moderation: Jürgen Karwelat

Gäste an diesem Abend: Madeleine Bernstorff, Großnichte von Maria Gräfin Maltzan. Der Schauspieler Helmut Krauss liest die Texte.

 

Montag, 10. März 2014 um 19 Uhr

im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin-Schöneberg

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