Demonstration am 18. März 2013: Kohlenhandlung von Julius und Annedore Leber erhalten!

16.03.2013 10:16

Widerstand war/ist möglich!

Kohlenhandlung von

Annedore und Julius Leber erhalten!

 

Mit dem Bau des Grünzuges entlang der Ringbahn droht in der Torgauer

Straße in Schöneberg mit der ehemaligen Kohlenhandlung von Annedore

und Julius Leber ein historischer Ort zu verschwinden. Nach seiner

Entlassung aus dem KZ 1937 war dort der ehemalige SPD-Reichstagsabgeordnete

Julius Leber als Kohlenhändler tätig.

Um die Nazis zu stürzen, arbeitete Leber über die früheren Parteigrenzen

hinweg mit Christen, Konservativen, Liberalen, Militärs, Gewerkschaftern,

Sozialdemokraten und Kommunisten zusammen. Er gehörte zu den

Vorbereitern des 20. Juli 1944 und war als späterer Reichskanzler oder

Innenminister vorgesehen. Nach Verhaftung und Schauprozess vor dem

Volksgerichtshof (Kleistpark) wurde Julius Leber am 5. Januar 1945 in

Plötzensee hingerichtet.

Nach 1945 führte Annedore Leber die Kohlenhandlung weiter und gründete

dort den Mosaik-Verlag. Mit ihren Veröffentlichungen machte sie den

Widerstand in der NS-Zeit bekannt. Sie widersprach damit („Widerstand war

möglich“) der gängigen Meinung, man habe gegen die Nazis nichts tun

können. Annedore Leber war bis die sechziger Jahre politisch tätig und

engagierte sich besonders für die Belange von Frauen und die

Frauenerwerbstätigkeit.

Zum Geburtstag von Annedore Leber am 18. März wollen wir für den Erhalt

der ehemaligen Kohlenhandlung demonstrieren.

Wie wollen einen lebendigen Erinnerungs- und Lernort in der Torgauer

Straße. Hier soll der Widerstand gegen den Nationalsozialismus sichtbar

gemacht werden. Hier soll er in Zusammenhang gebracht werden mit der

aktuellen Bedeutung von Zivilcourage und bürgerschaftlichem Engagement.

 

Treffpunkt zur Demonstration ist:

 Montag, 18. März 2013, 17.00 Uhr,

Julius-Leber-Brücke, Berlin-Schöneberg 

S-Bahn-Station Julius-Leber-Brücke

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