Berliner Geschichtswerkstatt zum teilweisen Abriss der East Side Gallery

07.03.2013 21:16

Der Berliner Senat und das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg werden aufgefordert, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die East Side Gallery in voller Länge erhalten bleibt.

 

Die Situation erinnert uns an den 30. Oktober 1989 und die nachfolgenden Monate.

Am 30. Oktober 1989 rief die Berliner Geschichtswerkstatt zur Gründung der Initiative "Die Mauer muss bleiben" auf. Der hellseherische Aufruf vor dem Mauerfall sollte sicher stellen, dass dann, wenn das Ereignis eintritt, die Mauer als Denkmal zur Erinnerung an eine verfehlte Politik als Gesamtbauwerk erhalten bleibt, natürlich mit Durchbrüchen für Fußgänger, Autofahrer, S- und U-Bahnen, Fahrradfahrer etc.

 

Den Kampf haben wir damals verloren. Die Mauer verschwand nach dem 9.11.1989 nahezu vollständig aus dem Stadtbild. Berliner und Gäste irren in der Stadt umher und suchen die Reste der Berliner Mauer. Daraus kann sich nur eine Konsequenz ergeben:

 

Die East Side Gallery muss unverändert und vollständig erhalten bleiben: "Die Mauer muss bleiben". Es darf zu keiner weiteren Bebauung an der East-Side Gallery kommen! Der Uferstreifen muss Park bleiben.

 

Anbei der damalige Aufruf, der schon wieder aktuell ist. Das hätten wir nicht gedacht!

  

für den geschäftsführenden Ausschuss

Jürgen Karwelat 

 

Berlin, den 3. März 2013

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