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Jüdisches Berlin

Historische Schiffsrundfahrten

Berliner Geschichtswerkstatt

 

Synagoge am Landwehrkanal

Bereits im Mittelalter siedelten sich in der Gegend um die Jüdenstraße die ersten Jüdinnen und Juden an, später entstand in Berlin eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden Europas mit berühmten Persönlichkeiten wie dem Philosophen Moses Mendelssohn, dem Kaufmann Veitel H. Ephraim oder dem Komponisten Giacomo Meyerbeer. Die Schriftstellerin Rahel Varnhagen ließ sich mit 43 Jahren taufen, um ihren jüdischen "Makel" loszuwerden; Rahel Hirsch, Ärztin an der Charité und bekannt durch ihren Nachweis von Stärke im Urin - weniger bekannt ist ihr Kampf gegen das Tragen von Korsetts - musste 1938 emigrieren. Trotzdem hat es immer wieder jüdische Menschen in die Stadt gezogen: So war der Schlesische Bahnhof um 1900 voll von jüdischen Flüchtlingen aus Osteuropa, die hier Station auf der Weiterreise nach Amerika machten oder auch blieben; seit einigen Jahren kommen viele jüdische Menschen aus den einst sowjetischen Republiken in die Stadt. Heute gibt es wieder eine lebendige jüdische Kultur in Berlin.

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